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und Erlebnis der "schwarzen" Musik (3.9.2000; 17 Uhr) Kammerchor der Region Westeifel mit Gospels und Spirituals in der Densborner Pfarrkirche Von unserer Mitarbeiterin
DENSBORN. 300 Liebhaber der "schwarzen Musik" kamen in die Densborner Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Der Kammerchor der Region Westeifel sang das Zusatzkonzert "Spirituals und Gospels". Mit dem gleichen Repertoire war der Chor bereits am Vortag im Innenhof des Luxemburger Domes aufgetreten. Dort fand der Kirchenmusiktag der Bistümer Metz, Luxemburg und Trier statt. Regionalkantor Christoph Schömig hatte mit 45 Sängerinnen und Sänger das Projekt "Spirituals und Gospels" erarbeitet. In drei Blöcke mit je sechs Liedern hatte Schömig das Programm aufgeteilt. Dazwischen spielte er jeweils ein Orgelintermezzo. Auf sonnengelbes Papier, passend das lebensbejahende und freudige Repertoire widerspiegelnd, war das Programm gedruckt. Der 44-jährige Vollblutmusiker moderierte jeden "Block" kurz an, wobei er besonders deutlich machte, dass die Inhalte der "schwarzen" Musik noch heute von Bedeutung sind. Mit einem ruhigeren Einstieg (I heard the voice und Lord, listen to your children) empfanden die faszinierten Zuhörer bei dem Ausdruck der Sehnsucht nach Freiheit (Free at last) den ersten Impuls zum rhythmischen Mitswingen. Schömig bot mit dem Orgelintermezzo von Zsolt Gárdonyi (Mozart Changes) den Chormitgliedern eine kurze Erholungspause für die Stimmen und den Gästen einen delikaten Ohrenschmaus. In der Mittelphase wurde das Konzert immer lebhafter. Mit dem Anrufen Gottes (Elijah rock) zeigte der Kammerchor beeindruckende Stimmenvielfalt. Bei den Stücken "hold on" und "it don´t mean a thing" blieb kaum noch ein Fuß ruhig stehen. Das Herausrufen der Freude brachte nicht nur die Stimmbänder in Bewegung. Schömig spielte zum zweiten Orgelintermezzo "Nun freut euch, lieben Christ g´mein", eine jazzverwandte Choralbearbeitung des zeitgenössischen Komponisten Volker Bräutigam. Pünktlich zum lebendigsten Konzertteil fielen nachmittägliche Sonnenstrahlen durch das bleiverglaste Lichtband der Kirche. Die Strahlen vom überwiegend rotem Glas gebrochen, unterstrichen die glühenden Bitten verpackt in klangvolle Stimmen und mitreißende Musik. Schömig hatte eine bunte Mischung aus a cappella oder mit Klavierbegleitung für den vier- bis achtstimmigen Chor zusammengestellt. Erst nach zwei Zugaben waren die Gäste bereit, zum Nachhauseweg aufzubrechen. Zum Kammerchor der Region Westeifel gehören Sängerinnen und Sänger aus den Orten von der belgischen Grenzregion bis hin nach Mayen. Jeder, der über eine gute Stimme verfügt und in der Lage ist, sich das Notenmaterial im Selbststudium anzueignen, kann sich dem Chor anschließen. Seit der Gründung 1996 haben sich 80 Interessenten zusammengefunden. Schömig schreibt unterschiedliche Projekte aus und wer will, macht mit. Für die Gospels fanden sich 45 Chormitglieder zusammen und für die Johannes-Passion von Bach im Frühjahr dieses Jahres waren es 65. Schömig sieht den Chor jetzt im vierten Jahr seines Bestehen am Ende der Erprobungsphase. "Es funktioniert super", resümierte er und wagte schon gleich Prognosen für das kommende Jahr. Der Regionalkantor denkt an die Erarbeitung größerer Werke, beispielsweise für die Mozartwochen. Außerdem seien für 2001 etwa 3 Konzerte angedacht, so der Leiter des Kammerchores. Wer den Chor live erleben möchte, sollte am 10. September, um 17 Uhr, in die Stadtkyller Pfarrkirche kommen. Es werden Werke aus dem 17. bis 20. Jahrhundert gesungen. Am dritten Dezember singt der Kammerchor in der Trierer St. Paulin Basilika adventliche Chormusik. Ansprechpartner ist Christoph Schömig in Prüm unter Telefon-Nummer 06551-7447. |
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