BITBURG. (red) Etwa 250 Zuhörer waren in die Liebfrauenkirche Bitburg gekommen, um den Kammerchor der Region Westeifel zu hören.
Der Chor bot eine interessante Mischung aus Barock, Romantik und Moderne.

Eröffnet wurde das Konzert des Kammerchors mit der Schütz-Motette "Singet dem Herrn". In der Liebfrauenkirche bot der Chor mit seinem vier- bis achtstimmigen a-cappella-Programm unter der Leitung von Regionalkantor Christoph Schömig wieder einmal
eine ausgereifte Leistung.

An das Eröffnungsstück schlossen sich das achtstimmige "Denn er hat seinen Engeln" aus Mendelssohns "Elias" und das jazzartige "Cantate Domino" des Litauer Komponisten Miskinis an.

Diesem Stück folgte Rutters von Dekanatskantor Joachim Oehm virtuos vorgetragene Orgelkomposition "Toccata in seven".

Die Marienkomposition "Totus tuus" des Polen Gorecki, eine 1987 zum Papstbesuch in Polen geschriebene Auftragskomposition, trug der Kammerchor ebenso vor. Nach Bachs Choralvorspiel "Schmücke dich, o liebe Seele" sang der Chor mit seinem großen stimmlichen Potential zwei Klassiker der Chorliteratur, "Exultate Jubilate" von Scarlatti und "Psalm 43" von Mendelssohn, bevor das vom Chor virtuos vorgetragene, mit sängerischen Höchstschwierigkeiten gespickte "Jubilate Deo" des Dänen Hoybye den dritten Chorblock beendete. Joachim Oehm spielte danach mit Peeters Orgelwerk "Toccata, Fuge und Choral über Ave maris stella" ein s Orgelhighlight.

Das abschließende "Magnificat" von Mendelssohn brachte noch einmal eine reizvolle Klangvariante, ein gut harmonierendes Chorsolo-Oktett wurde dem 60-köpfigen Gesamtchor gegenüber gestellt und interpretierte im Wechsel den Magnificat-Text.

Die Zuhörer entließen den Chor erst nach zwei Zugaben mit stehenden Ovationen.

Übrigens: Am 13. Oktober singt er in der Prümer Basilika zur Eröffnung der Mozartwochen das Mozart-Requiem.