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Imposante
Präzision (TV-Artikel vom 3.4.2000) Der
Kammerchor der Region Westeifel präsentierte die Johannes-Passion von Johann
Sebastian Bach PRÜM/BITBURG.
Musikalische Einstimmung auf das Osterfest: Der Kammerchor der Region Westeifel
präsentierte gleich zweimal die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Viele Hundert Menschen besuchten die Konzerte am Samstagabend in Prüm und am Sonntagabend in Bitburg und waren begeistert. Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich der Kammerchor der Region Westeifel selbst gestellt hatte. Jener Chor, im September 1997 von Regionalkantor Christoph Schömig gegründet, wagte sich an die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach. Die Aufführung verlangte den Beteiligten alles ab. Doch das Wagnis hat sich gelohnt: beide Aufführungen wurden für die Menschen in der St. Salvator Basilika in Prüm und in der St. Peter Pfarrkirche in Bitburg zu besonderen Erlebnissen. Mit Präzision und Harmonie erfüllten Gesang und Orchestermusik die besetzten Kirchenschiffe. Passend auch ein weiterer Bezug: der Komponist des aufgeführten Werkes, Johann Sebastian Bach, lebte von 1685 bis 1750. Im ”Bach-Jahr 2000” ehrt die Musikwelt Leben und Wirken des großen Musikers anlässlich seines 250. Todestages. An die Organisatoren stellte das Vorhaben große Anforderungen. Fünf Solisten, ein professionelles Orchester und ein ebenso professionell arbeitender Chor waren die musikalischen Voraussetzungen. Die 60 Mitglieder des Kammerchores der Region Westeifel nahmen die Herausforderung mit Engagement an. Im Selbststudium musste zunächst jeder seinen Part lernen. Eine zeitintensive Arbeit, die eine ganze Menge Selbstdisziplin und Können erforderte. In gemeinsamen Proben wurde dann intensiv vor allem an der musikalischen Gestaltung des Werkes gearbeitet. Nach den a capella Gesängen im letzten Jahr war nun die Johannes- Passion ”die bisher größte Herausforderung für den Kammerchor”, so die Einschätzung von Regionalkantor Christoph Schömig. Bass Bernd Kämpf intonierte die Stimme Jesu. Sein bestimmender und kräftiger Gesang beeindruckte. Die Figur des Pilatus und verschiedene Arien sang Jean Marie Kiefer (Bass). Martin Koch (Tenor), Christine Wehler (Alt) und Ursula Dimmer (Sopran) waren die weiteren Solisten, die den verdienten Beifall des sachkundigen Publikums entgegennahmen. Überzeugen konnten auch die Musikerinnen und Musiker der Jungen Philharmonie Bonn, die die Orchestermusik präsentierten. Die Besucher waren allesamt begeistert. Die fantastische Akustik in der Prümer Basilika unterstützte den positiven Eindruck. ”Ich bin froh, eine solch imponierendes Konzert in dieser Qualität gehört zu haben. Ich möchte Christoph Schömig ein großes Kompliment machen. Es ist ihm eine einmalige Zusammenstellung von Chor und Orchester gelungen, die einen internationalen Vergleich nicht zu scheu- en braucht”, kommentierte Herbert Fandel. Der Leiter der Kreismusikschule Bitburg-Prüm war unter den Zuhörern in Prüm und bezeichnete die Johannes-Passion als eine der schönsten und gleichzeitig schwierigsten Arbeiten von Johann Sebastian Bach. Unabhängig von der musikalischen Leistung galt es eine organisatorische Aufgabe zu erfüllen. Denn auch die Finanzierung eines solchen Vorhabens ist schwierig. 25 000 Mark mussten aufgebracht werden. Laut Schömig haben zahlreiche Sponsoren das Vorhaben finanziell unterstützt, allen voran die Kulturstiftung der Kreissparkasse. Wesentliche Beiträge kamen auch von der Kath. Erwachsenenbildung der Region Westeifel, vom Orgelbauer Hubert Fasen aus Oberbettingen sowie aus den Pfarrgemeinden. Die nächsten Konzerte des Kammerchores mit einem speziellen Gospel- und Spiritualprogramm finden am Samstag, 2. September in Luxemburg im Rahmen des Diözesankirchenmusiktages der Bistümer Metz, Luxemburg und Trier und am 10. September in Stadtkyll anlässlich der Jubiläen der Stadt statt. Dort kommen Chorkompositionen von Johann Sebastian Bach zur Aufführung.
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