Beschreibung eines Seelenzustands
Deutsche Mozart Wochen Eifel:
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Fantastisches Erlebnis mit GänsehautAusverkauftes Eröffnungskonzert in der Prümer Basilika
PRÜM. Lob von allen Seiten gab es für das Eröffnungskonzert der Deutschen Mozart-Wochen in der Eifel, die der Trierische Volksfreund präsentiert. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass die neun weiteren Konzerte auf eine ähnlich gute Resonanz stoßen.
Einmaliges Stelldichein Im Anschluss an das Konzert folgte die feierliche Eröffnung der Veranstaltungsreihe im Casino der Kreissparkasse (KSK) in Prüm. "Das war der Startschuss für ein einmaliges Stelldichein von Künstlern in Schlössern und Kirchen der Region", sagte KSK-Vorstandsvorsitzender Ingolf Bermes bei der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste. "Wir danken allen Akteuren, Organisatoren und Helfern für ein ausgezeichnetes Konzert." Landrat Roger Graef unternahm einen Ausflug in die Musikgeschichte: "Prüm mit seiner Benediktinerabtei war die Wiege der Zivilisation und Kultur für den gesamten Eifel- und Ardennen-Raum." In der Basilika erinnerten daran zum Beispiel das Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert und die prächtige barocke Orgel-Empore. Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart führe zum erfüllten Menschen und idealer Schönheit. Zum ersten Mal gebe es die Mozart- Wochen als bedeutendstes Musikfestival in der Eifel "und hoffentlich nicht zum letzten Mal", sagte Graef. Jürgen Hardeck, Referent im Mainzer Kultusministerium, verwies auf die Qualität und Vielfalt der Aktionen: "Rheinland-Pfalz ist zu einem Kulturland geworden." Hardeck sah sich in seiner Erfahrung bestätigt: "Wenn Profis und Amateure zusammen arbeiten, gibt es häufig einen hervorragenden Gesamtauftritt. Das ist auch ein Prinzip des Kultursommers." Bürgermeister und Mit-Initiator Aloysius Söhngen war bei den ersten Tönen des Requiems "elektrisiert, angespannt und mitgenommen in der großen Emotion". Er erinnerte an die Litauischen Kulturtage in Prüm und Umgebung, bei denen die Zusammenarbeit mit der Südwestdeutschen Mozart-Gesellschaft begonnen hatte. Als Reaktion auf die Rede des Landrats sagte Söhngen augenzwinkernd: "Wir sind nicht nur die Wiege der Eifel-Kultur, sondern hier wird Kultur auch gelebt." Georg Mais, Vorsitzender der Mozart-Gesellschaft und künstlerischer Leiter der Mozart-Wochen, sprach von einem "fantastischen Konzert": "Ich bin begeistert von allen, die mitgeholfen haben." Mais dankte den Hauptsponsoren Volksbank Eifel-Mitte, Kreissparkasse Bitburg-Prüm, Bitburger Brauerei und Gerolsteiner Sprudel sowie dem TV als Präsentator für ihre Unterstützung. "Wir wollen der Region zu dem Prestige verhelfen, dass sie verdient hat. Dafür sind optimale Voraussetzungen geschaffen." Alle Redner stellten besonders die Rolle des Organisations-Leiters Georg Sternitzke heraus, der auch das Verkehrsamt Prümer Land leitet. Sternitzke selbst brachte es auf den Punkt: "Ich bin glücklich. Wir haben seit fast zwei Jahren darauf hingearbeitet und die Eröffnung mit Hochspannung erwartet." Herbert Fandel, Leiter der Kreismusikschule und FIFA-Schiedsrichter, erwartet auch für die weiteren neun Konzerte einen enormen Zuspruch: "Ich bin überrascht und begeistert, dass es gelungen ist, eine solche professionelle Veranstaltungsreihe mit vereinten Kräften auf die Beine zu stellen." Christoph Schömig sei eine Integrationsfigur der Kulturarbeit und ein Glücksfall für die Eifel. Für Schömig selbst ist es ein Erfolgsgeheimnis, dass Sänger aus der gesamten Region sich teilweise gezielt für bestimmte Projekte zusammentun. So wirkten bei dem Konzert aus dem Gesamtkreis von 90 Aktiven des Kammerchors 60 Stimmen mit. Prüm als Kulturstadt Ganz vorne in der Basilika saß Marie-Luise Niewodniczanska aus Bitburg, die von der einmaligen Akustik schwärmte: "Ein wunderbarer Abend auch für Leute, die sonst nicht unbedingt in klassische Konzerte gehen." Ähnlich sah es Stadtratsmitglied Markus Fischbach aus Prüm: "Ich könnte mir vorstellen, dass mal ein Weihnachtskonzert in der Basilika organisiert wird, vielleicht in Verbindung mit einem Weihnachtsmarkt." Daneben nickte Dirk Kleis, Sprecher des Prümer City-Marketings: "Für die Stadt war das eine ganz wichtige Veranstaltung, die den Stellenwert von Prüm als Kulturstadt ins rechte Licht gerückt hat." Bereits ausverkauft ist das Konzert am 18. Oktober mit dem
Barockensemble "Dresdner Hausmusik" auf Schloss Malberg. Wenige Karten
sind noch übrig für das Zürcher Klaviertrio am 19. Oktober auf Schloss
Weilerbach. Eventuelle Restkarten gibt es in beiden Fällen an der
Abendkasse. Größer ist die Kapazität beim Kurpfälzischen Kammerorchester
am 20. Oktober, 18 Uhr, in der Kyllburger Stiftskirche. Auf dem Programm
stehen Werke von Mozart, Haydn, Anton Fils und Pieter van Maldere. |